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E-Mail, die moderne Visitenkarte

Auch eine E-Mail entbindet uns nicht der Höflichkeit und eines Mindestmaßes an Konventionen. Flapsige Wortwahl, sorgloser Umgang mit Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung sind klare Signale. Im besten Fall haben Sie sich damit als Rüpel geoutet, im schlimmsten aber führt es zu Missverständnissen.

 

Trotz aller Schnelligkeit und Unaufdringlichkeit, aller Technikgebundenheit sollten E-Mails so persönlich wie möglich gestaltet sein. Erst recht, wenn man mit unbekannten oder weniger bekannten Personen kommuniziert. In diesen Momenten hat die Nachricht tatsächlich den Charakter einer Visitenkarte.

 

Nehmen Sie sich Zeit für das Abfassen einer Nachricht und lassen Sie sich von der vermeintlichen Schnelligkeit des Mediums nicht verführen. Schreiben Sie die Nachricht erst einmal offline in aller Ruhe auf. Es kommt sehr auf die Wortwahl an! Eben weil die nonverbalen Signale fehlen, kommt den Worten noch eine größere Bedeutung zu als im Gespräch. E-Mails sind ein textlastiges Medium. Zum guten Benehmen gehören ein klarer Stil und Respekt gegenüber anderen. Vergewissern Sie sich, ob eine gemeinsame Sprachebene existiert. Natürlich kann man in einer Nachricht an Freunde salopper formulieren als in einer E-Mail an Unbekannte. Man sollte aber nie völlig formlos werden.

 

Tippfehler und fehlende Kommata wirken genau so unhöflich und ungehobelt wie in normaler Post. Sie vermitteln einen ausgesprochen schlechten Eindruck, mangelnden Respekt für den Empfänger, der möglicherweise auf eine Antwort verzichtet.

 

Die konsequente Kleinschreibung, die von manchen Menschen in der elektronischen Kommunikation bewusst als "Stilmittel" oder bei "Disfunktionen" der beiden kleinen Finger  auf der Tastatur (Shift-Taste) eingesetzt wird, mag in kurzen Botschaften noch angehen. In längeren erschwert sie das Lesen und damit das Verständnis der Texte. Gänzlich  tabu ist es, einzelne Wörter oder Sätze in GROSSBUCHSTABEN zu schreiben, um sie hervorzuheben. Das gilt in der Netzwelt als Schreien. Wer Grund hat zu schreien, okay. Mag sein, dass der Empfänger sich die Ohren zuhält. 

 

Ebenso stillos ist es, einen Jargon zu wählen, der mit Anglizismen oder Abkürzungen gespickt ist. Auch die beliebten "Emoticons" (Symbole wie das Smiley & Co.) gelten nicht als Ausweis guten Benehmens. Bedenken Sie, welche unausgesprochene Botschaft Sie mit der Wahl dieser Signale vermitteln wollen und Sie werden schnell feststellen, dass Sie letztlich ein solches Signal senden, mit dem Sie die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe oder Szene vermitteln wollen. Dies ist wenig individuell, bisweilen aufdringlich und kann zu nicht unerheblichen Missverständnissen führen. Solange Sie nicht genau wissen, ob der Empfänger die Abkürzungen oder Symbole versteht, bringen Sie ihn oder sie in eine unangenehme Situation. Sollen er oder sie etwa nachfragen - und dabei die eigene Ignoranz, gar die mangelnde Zugehörigkeit zu dieser Gruppe offenbaren? Kommt keine Nachfrage, geht ein Teil Ihrer Botschaft verloren. Unter Umständen ist damit die Kommunikation nicht nur in dieser Situation, sondern grundsätzlich gestört.

 

Man sollte sich schon Mühe beim Verwenden von E-Mails als wertvollem Kommunikationsmittel geben und deren durchaus positiven Ruf nicht durch sorg- und gedankenlosen Umgang ruinieren. Lange hielt sich die Sorge, Computer, Internet & Co. könnten andere Medien, etwa das Buch oder den Brief verdrängen. Man beschwor Bilder von einsamen Menschen, die ihre Nächte vor dem PC zum Tag machen, man sorgte sich um Kulturtechniken des Lesens und Schreibens und schimpfte auf die Veränderungen der Sprache.

 

Viele dieser Sorgen haben sich als unberechtigt erwiesen. Trotz E-Mails schreiben viele (noch) gerne Briefe. Der Brief hat nur eine andere Funktion als früher. Auch Bücher und Zeitungen lassen sich von den neuen Medien nicht verdrängen. Neue Untersuchungen belegen, dass sie sehr gründlich ausgewählt und studiert werden, während das Netz der schnellen Information dient. Von Vereinsamung kann schon mal gar keine Rede sein. Seit es Chat-Räume gibt, bahnt sich dort manche Ehe an, und diese sind vielfach haltbarer als andere Ehen, behaupten nun wiederum britische Wissenschaftler, da sich die Partner vor ihrem ersten realen Treffen ausgiebig im Chat-Raum beschnuppert haben.

 

Unter diesen Umständen ist die E-Mail zu einem wichtigen Kommunikationsmittel geworden. Der Umgang mit ihr will gelernt und gut überlegt sein. Hier gibt es inzwischen auch Konventionen wie in der alten Briefkultur: Dinge, die man tut, und Dinge, die man nicht tut. Jene Regeln erfüllen einen wichtigen Zweck. Sie unterstützen die Kommunikation, können Missverständnisse verhindern und bieten allen Beteiligten eine Orientierung. Viele, sehr viele Menschen könnten das, wenn sie es nur wollten!