H o m e p a g e
Klaus Hoffmann
47906 Kempen
Herzlich Willkommen !
Aus aktuellem Anlass
Man schüttelt nur noch mit dem Kopf
Arschloch
Herr Sarrazin beschimpft Friedmann (Bild-Zeitung vom 2. September 2010)
Der Herr Sarrazin hat eins bewirkt: dass die Diskussion über das Thema Migration und Integration in Deutschland in Gang kommt, was wirklich nötig ist.
Ich finde den Weg, den er dazu beschreitet, allerdings nicht so gut. Er spaltet unsere Gesellschaft und aktiviert die Radikalen. Man sollte lieber versöhnen statt zu spalten. Er erschlägt uns mit
Zahlen, die für uns nicht nachprüfbar sind. Ich vermute, dass er in vielen Punkte sogar Unrecht hat. Er verwendet viele Pauschalurteile und baut Horrorszenarien auf, deren Eintreffen niemand mit
Sicherheit vorhersagen kann. Dazu gibt es historische Beispiele: als Willy Brandt in der Wirtschaftskrise der 70er Jahre die Einwanderung weiterer Türken untersagte, hatte dies einen total
ungewollten Nebeneffekt. Die Türken, die in ihr Land zurückgehen wollten, blieben alle hier, weil sie dachten, nie mehr wieder nach Deutschland einreisen zu dürfen. Und: sie holten ihre
Familien nach Deutschland, um sich hier fest niederzulassen. Brandt erreichte mit seiner Maßnahme somit das Gegenteil, was er eigentlich wollte.
Aber der Herr S. weiß alles besser. Der kann, wenn er aus der Bank fliegt, mit Abfindesummen und mehreren Aufsichtsratsposten in Saus und Braus leben. Evtl.
will er ja auf diese Weise rausgeschmissen werden. Er hat unserem Land keinen guten Dienst mit seinem Buch erwiesen. Leider muss ich sagen, dass unsere Politiker daran mitschuldig sind, dass so
etwas bei uns auf fruchtbaren Boden fällt: Sie sind nur an Wählerstimmen und Machterhalt interessiert und klären ihr Volk nicht über die wahren Verhältnisse auf. Sie wollen uns nur ruhig halten
mit Versprechungen, die auf Grund unserer immensen Verschuldung gar nicht mehr erfüllbar sind. Von Merkel habe ich anfangs sehr viel gehalten, doch inzwischen ist sie für mich eine Kanzlerin, die
ihrem Volk nur noch "Brot und Spiele" anbietet.
Als Gymnasiast habe ich einmal gelernt: Der Kanzler bestimmt die Richtung der Politik. Das tut Angela nicht. Sie zögert ständig, wartet ab, will keinem
weh tun und redet schön, bisweilen floskelhaft und nichtssagend. So stauen sich im Volk Unverständnis, Wut bis hin zum Zorn auf. Ein Herr S. nutzt das aus und die meisten fallen auf diese
Aktionen rein. Herr S. hat in vielen Dingen Unrecht, auch wenn in Berlin die Verhältnisse regional katastrophal in Punkto Ausländerintegration und -Kriminalität sind. Man zieht ja auch nicht den
Ballermann auf Mallorca zur Charakterisierung des Deutschen heran.
Ich denke dabei immer wieder an unseren ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau. Dessen Devise lautete stets: Versöhnen statt spalten. Und danach hat er
sich auch immer gerichtet. Er verkörperte dies glaubhaft. Sein Nachfolger Roman Herzog hat dies ebenso gesehen. Köhler jedoch hat mich enttäuscht. Seine Amtsflucht war nicht nötig und verstärkt
im Bewusstsein der Deutschen die Meinung: Wenn´s einem nicht mehr passt, tritt man zurück. Und so ein Oberbürgermeister von Duisburg klebt an seinem Sessel. Der hätte wirklich gehen müssen. Der
kann nicht einmal unterscheiden zwischen seiner Amts-Verantwortung und seiner persönlichen Schuld. Der hat gegenüber seinen Mitbürgern genauso wenig Verantwortungsgefühl wie ein Herr
Sarrazin. Motto: Nach mir die Sintflut - ich habe einen sicheren Platz in der Arche! Und der ist mit Geld gesichert. Ich wünschte mir, dies wäre alles gar nicht
passiert.
Wir benötigen mehr Menschen mit Zivilcourage. J.F. Kennedy war zum Beispiel so einer. Und der wurde ermordet. Genau wie Martin Luther King. Das liegt daran,
dass die Menschen ihre wahren Lichtgestalten nicht ertragen können, weil sie in ihnen ihre eigenen humanitären Defizite präsentiert bekommen. Deshalb müssen sie weg. Wir verdrängen damit unser
Schuldbewusstsein und erfahren Erleichterung. Auch Christus hat man - haben wir - deshalb ans Kreuz geschlagen. Herr S. ist keine Lichtgestalt, sondern im Grunde ein bedauernswerter Mensch, da er
mit sich und anderen keinen Frieden machen kann. Wie gesagt: er ist kein Mensch der Versöhnung, sondern der Ausgrenzung und Spaltung.
Ich finde, dies musste ich einmal sagen
Nun wolln wir den Sarrazin nicht zu breit treten (Heinz Erhardt)
Meine Gedichte waren vor etwa 10 Jahren der Anstoß für das Erstellen einer eigenen Homepage. Inzwischen ist viel mehr daraus geworden. Was läge näher, als
meine Website mit eigenen Gedichten zu beginnen?
Eigene Gedichte
Persil bleibt Persil
Trara, trara, die Post, sie kömmt!
Schon rappelt´ s an dem Kasten.
Ich stürze hinab, noch im Unterhemd
man sieht mich zum Kasten hasten.
Schnell halt ich den Inhalt in der Hand:
Ein Brief ohne Absendername.
Derselbe hat einen Trauerrand,
der Rest ist bloß Reklame.
Ich seh mir die Post jetzt genauer an:
Die alte Frau Müller ist tot.
Im Supermarkt gleich nebenan
Persil ist im Angebot.
Nee, das war nicht so besonders, das gilt nicht.
Die drei Schwestern
Es lebten einst drei Schwestern
in einem morschen Haus.
Sie waren längst von gestern,
drum sahen alt sie aus.
Die erste spann den Faden
am Spinnrad bis zur Nacht.
Die zweite buk die Fladen,
hat´s Essen stets gemacht.
Die dritte wusch Gardinen
und hing sie auf und ab,
besaß nie Waschmaschinen,
so blieb sie mehr auf Trab.
Trotz jener Arbeitsteilung
kam man nicht dran vorbei:
Vertreten wurd die Meinung,
sie spönnen alle drei!
Applaus
Der Pianist im Staatsorchester,
so las man in der Zeitung gestern,
hat in der Probe letzte Nacht
den Ersten Geiger umgebracht.
Er griff aus Missgunst wohl zum Messer:
Der Geigenmann war nämlich besser,
erhielt er doch nach allen Werken
stets mehr Applaus – und auch den stärk´ren.
Der Pianist spielt bis zur Neige
jetzt vor Gericht die „erste Geige“. –
Doch der Applaus ?
Bleibt aus.
Die Sechs
Für Christophs Vater, voller Wut,
ist Elternsprechtag wirklich gut.
Sein Ton, er wurd gefährlich schon,
beim Fachlehrer für Religion:
Es könnt nicht sein, doch nie im Leben,
in Religion ´ne Sechs zu geben!
Herr Krause sprach: „Es tut mir leid,
Ihr Sohn wusst´ selten mal Bescheid.
Was er zuletzt nicht einmal wusste,
dass Jesus Christus sterben musste!“
Da nahm der Vater ihn zur Seite
und sprach: „Wir sind schon lange Pleite,
wir haben wegen wenig Geld
nun auch die Zeitung abbestellt.
Uns´re Nerven liegen blank,
wir wussten nicht mal, dass er krank!
Vergesslichkeit
Ein Mann kam einst zum Psychiater
und sprach von seinem Seelenkater:
„Oh, mein Gedächtnis“ – so die Klage -
„ist ziemlich schlecht! Wenn ich was sage,
so hab ich dieses bald vergessen.
Ich möchte, dass Sie dies mal messen.“
Der Arzt kam gleich zur ersten Frage
und wollte wissen, ob die Plage
schon länger daure oder neu,
das schließlich sei nicht einerlei.
So sprach er mit gezieltem Ton:
„Wie lange haben Sie das schon?“
Und der Patient – wie wenn er litte –
verwundert fragte: „Was denn, bitte?“
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